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Datum: 03.05.2009
Ort: Kiessee Northeim


Kaufdatum: 31.07.2006

Stapellauf in der heimischen Badewanne: 18.07.2008

Stapellauf auf "hoher See" (Northeimer Kiessee): 03.05.2009


Wie man sieht hat es sehr lange bis zur Fertigstellung des Bausatzes gedauert. Aus einem mir vollkommen unerklärlichen Grund traten kurz nach Fertigstellung von Rumpf und Oberbau meine Werftarbeiter in Streik. Sie verlangten mehr Verantwortung, bessere Arbeitsbedingungen, faire Behandlung und natürlich mehr Lohn. Eine Einigung wurde nicht gefunden und so landete sie fürs erste auf dem Trockendock.
Erst als im August 2007 die alte Werft aufgegeben wurde und der Umzug in eine neue - frisch renovierte - anstand, trat ich mit den Werftmitarbeitern wieder in Verhandlung. Sie gaben sich gütig und waren erfreut über die neue Werft, trotzdem weigerten sie sich den kalten Winter über etwas an der Katja zu machen. Erst als die Schreiner im Frühjahr 2008 als erstes einlenkten, gaben sich auch die restlichen Werftmitarbeiter einen Ruck. So wurde dann endlich im Jahr 2008 an der Katja weitergebaut.
Traurigerweise zog ein benachbartes Fremdunternehmen die benötigten Mitarbeiter kurzfristig für einige dringendere Projekte ab, so dass es erneut zu Engpässen kam. Noch dazu wollten dann die Schreiner und Lackierer nicht auf ihren langersehnten Sommerurlaub verzichten und so verschob sich der Stapellauf auf hoher See erneut.
Immerhin waren die restlichen Bootsbauer noch so kulant und bauten Motor, Ruder, Regler und Empfänger ein. Von daher kam es im Sommer 2008 schon mal zu einem Stapellauf in der heimischen Badewanne.

Kaum zu glauben, aber war! Am 01.05.2009 fanden die Lackierer ein wenig Zeit für die inzwischen leicht eingestaubte Katja! Nachdem die Lackierung getrocknet war, fand am 02.05.2009 die "Hochzeit" statt. Ober- und Unterdeck wurden miteinander verklebt und die ersten Probleme vielen auf.
Am 03.05.2009 kam es dann zum wirklichen Stapellauf auf dem Kiessee in Northeim. Endlich war es soweit, obwohl noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen waren, so musste doch ausprobiert werden, wie sie sich fährt.


Fazit:
Motor ist auf jeden Fall gut, eher schon zu gut
Schiffsschraube ist noch nicht ganz perfekt (3 flüglich, ohne schwache Steigung)
Sie ist etwas "Kopflastig"
Es ist sehr schwierig, sie zu "öffnen" um an Akku, Regler, Motor usw. heranzukommen. Eventuell wird noch eine Konstruktion gebaut, mit der man sie dann von außen an- bzw. ausschalten und laden kann
Sie ist schön leise
Gas wurde per Fernsteuerung stark begrenzt
Es dringt noch zu viel Wasser ein - Klebung zwischen Ober- und Unterdeck ist noch nicht perfekt