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Fahrt 1

05.09.2004

Nach ein paar "erfolgreichen" Probefahrten in der heimischen Badewanne - nicht jeder hat einen Swimmingpool oder Badesse direkt vor der Haustür - führten wir unsere fertigt gebaute, mit einem Graupner Speed 500 Motor ausgestattete, San Remo aus um ihr den großen Kiessee mit Insel zu zeigen. Nennen wir sie mal liebevoll Sanny.

Am See angekommen, stellten wir als erstes eine starke Verschmutzung der Oberfläche fest. ;-( Enttäuscht wollten wir schon einpacken, doch andere, mutigere Kleinyacht- und Kleinbootbesitzer trauten sich auf den See. Warum sollten wir unsere Sanny nicht auch ein wenige mehr Auslauf gönnen, als in unserer doch etwas kleinen Badewanne? Schließlich ist Sanny ja mit ihrer 700 mm Länge und 220 mm Breite schon eine etwas größere Yacht.
Nachdem wir Sanny sanft aus dem "Hafen" haben fahren lassen - wir wollten es langsam angehen lassen - ließen wir sie erst ein paar langsame Runden ziehen. Sozusagen um das Gewässer - oder das Schiff - besser kennen zu lernen. Denn es war unsere erste Fahrt mit Sanny und so gleich auch die erste Fahrt überhaupt mit einer Motoryacht. Von daher hieß es Erfahrungen sammeln und sich vorsichtig in das neue Gebiet hineinarbeiten.
Nach wenigen Runden griff uns der Nervenkitzel an und wir wollten mehr Speed geben. Stolz wurde der Hebel auf Vollgas geschoben und Sanny gab Gas. Sie fuhr schneller durchs Wasser als vorher - sie "fuhr" wohl gemerkt. Kein Stück vom schönen Gleiten, sie kam einfach mit dem Heck nicht aus dem Wasser.

 

Peinlich waren nachher die Fragen, ob das denn schon alles war, was Sanny zu bieten hat. :-( Enttäuscht über das nicht vorhandene Gleiten holten wir uns Ratschläge ein:

-> Antrieb tiefer setzten
-> Akku trennen und rechts und links neben Gewindestande setzten
-> Antriebshalterung auseinanderschneiden und ein kleines Metallstück Zwischenschrauben um eventuell später besser eintrimmen zu können
-> Trimmblätter unten an Sanny anbringen
-> usw.


So zogen wir wieder von dannen und Sanny landete auf dem "Seziertisch" ;-)
Inspiriert von den guten Ratschlägen packten wir kurzerhand den Akku (vorher lag er recht weit mittig) hinten mittig auf die Getriebestange. So umgingen wir ein umständliches Umlöten vom Akku. Des weiteren standen noch ein paar kleinere Klebearbeiten an...... Die Mahagonitrittbretter an der Rückseite sehen war ganz schick aus, aber ich gebe denen nicht mehr lange. Wie gesagt, nach der ersten Fahrt mussten sie schon neu geklebt werden.
Jetzt nachdem wir Sanny erneut in der Badewanne hatten - man glaubt fast sie würde sich da wohler fühlen als auf einem offenen See - sage ich den kleinen zarten Brettern keine lange Zukunft voraus. Dafür sitzt sie jetzt richtig schön tief mit dem Hintern im Wasser und der Akku hält noch! (7 Zellen ? 1.2 V, Ni-Cd)